(RP/KW) Hochwertige Flyer, eigene Website, über 1000 Follower bei Facebook und ein Instagram-Account: die Showtanzgruppe Revolution aus Hückelhoven macht nicht nur auf sondern auch neben der Bühne einen hochprofessionellen Eindruck. Sie absolviert während einer Session Auftritte vom Rheinland bis ins Ruhrgebiet und sogar im benachbarten Ausland und wird selbst im Sommer gebucht.
Auch bei uns in Mönchengladbach ist die gut 30-köpfige Truppe ein gerne und oft gesehener Gast, unter anderem in dieser Session wieder beim Mariechenabend von Volksbank und MKV. Doch nicht nur das: ein halbes Dutzend Tanzbegeisterte aus Mönchengladbach hat sich der Gruppe in den letzten Jahren angeschlossen.
Aber was macht so eine Gruppe eigentlich aus? Und was läuft hinter den Kulissen eines solchen Show Acts ab? „So einiges“, berichtet Guido Kozak, Primus inter pares und Trainer der Gruppe, und lächelt dabei verschmitzt.
Die Trainingsphase für Revolution startet traditionell bereits wieder am Aschermittwoch mit einem Probetraining. „Das bietet sich an, weil Mittwoch ohnehin unser Trainingstag ist. Und das Datum lässt sich gut merken“, erklärt Guido Kozak. Zudem ist die Motivation so kurz nach der Session noch hoch und die Leute lassen sich eher noch für Karneval begeistern als später im April, Mai oder Juni. Vor Ostern gibt es dann zwar doch eine kurze Trainingspause, danach wird aber das ganze Jahr durchtrainiert, auch in den Ferien und bis kurz vor Weihnachten. „Wir nehmen das Feedback nach den ersten Auftritten im November auf und verändern bei Bedarf noch das Programm bis Januar. Im letzten Jahr haben wir sogar noch „Für die Iwigkeit“ von den Räubern in die Choreo eingebaut, weil der Song nach wenigen Tagen bereits zum Sessionshit #1 avancierte.“
Trainiert wird aber lediglich einmal die Woche für 2 Stunden. „Wenn die Trainingsintensität hoch ist, reicht das völlig, um während der Session eine ordentliche Show zu liefern“, weiß Denise Wiessner zu berichten, die seit über 30 Jahren aktiv tanzt und selbst schon Erfahrungen als Trainer – u.a. bei der Prinzengarde Mönchengladbach – hat. „Auch wenn wir zugegebenermaßen von der Erfahrung unserer Mitglieder profitieren“. Klassischer Gardetanz, karnevalistischer Showtanz, Jazz, Hip-Hop, Ballett und Cheerleading lässt sich in den Vitae der Jungs und Mädels von Revolution finden.
Musik und Tanz sind aber nicht alles, was so eine Truppe für die Bühne braucht: auch auffallende Kostüme sind ein beachtlicher Faktor. „Den Geschmack von fast 30 Leuten immer genau zu treffen ist natürlich ungemein schwierig“, weiß Stephanie Amann zu berichten, die in diesem Jahr an der Auswahl der Kostüme maßgeblich mitbeteiligt war. Dass das aber immer wieder ganz gut gelingt, zeigt auch das positive Feedback des Publikums.
Ungeachtet all dessen spielen sich aber 70 % eines Auftritts „oberhalb der Schultern“ ab, erklärt Guido Kozak. „Nur wenn wir selbst auf der Bühne Spaß haben und man das auch merkt, die Ausstrahlung stimmt, hat auch das Publikum Spaß an unserem Auftritt.“ Was den Spaßfaktor steigert, ist die Tatsache, dass Freunde, Verwandte und Lebensgefährten die aktiven Tänzer regelmäßig bei Auftritten begleiten.
Damit eine Session reibungslos verläuft, bedarf es aber noch weiterer Vorbereitungen. Um das „Management“ von Revolution kümmert sich zur Zeit Sarah Kozak, die Ehefrau von Guido. Lange Jahre selbst aktives Mitglied ist sie zur Zeit in „tänzerischer Elternzeit“ und investiert viel Freizeit in die Planung der Auftritte. Anfragen müssen beantwortet, Termine koordiniert und Busse gechartert werden. Seit letztem Sommer bereits plant die Truppe schon die Session 2020.
Gegründet hat sich die Formation bereits im Sommer 2006. Eine damals noch überschaubare Gruppe von Tänzerinnen aus Ratheim hat in Guido Kozak nicht nur einen bereitwilligen und kompetenten sondern auch überaus enthusiastischen Trainer für das neuartige Projekt „Revolution“ gefunden. Das Konzept stand schnell fest: Tanz erstellen, Kostüme machen, Auftritte tanzen und auf der Bühne ganz viel Freude verbreiten. Lösen wollte man sich dabei insbesondere von den üblichen Vereins- und Verbandszwängen. „Viele Vereine stehen sich und ihren Tanzgruppen nach meinem Empfinden selbst im Weg. Durch das Klammern an vermeintlichen Traditionen wird viel Potential verschenkt“, weiß Karsten Wiessner zu berichten, der insbesondere den Mönchengladbacher Karneval gut kennt.
Mittlerweile hat sich die Gruppe einen gewissen Wert ertanzt und mit ihrem „betreuten Tanzen“ ein außergewöhnliches Alleinstellungsmerkmal. Das war aber nicht immer so. „In der Anfangszeit hieß es Klinken putzen und auf sich aufmerksam machen“, erinnert sich Janine Schiebek, noch aktives Gründungsmitglied. Biwaks, Benefizveranstaltungen und Vorstellabende. Aber mit der Zeit kamen dann die Anfragen. Die geforderte Gage deckt heute den überwiegenden Teil der entstehenden laufenden Kosten für Kostüme, Schminke, Accessoires, Busse und einiges mehr. Und bei aller Professionalität und allem Engagement bleibt das Tanzen für Alle dabei ein schönes und erfüllendes Hobby, bei dem der Spaß an erster Stelle kommt.
Wer also nicht länger warten will und sich selbst einmal „betreuen“ lassen will, der kann die Truppe hier buchen: https://revolution-showtanz.de/kontakt/booking/
Und für diejenigen, die selbst aktiv werden empfehlen wir das Probetraining am AscherMittwoch. Alle Infos und Anmeldung findet Ihr hier: https://revolution-showtanz.de/aktuelles/probetraining/
Foto: Revolution Showtanz
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